Liebe Neinsagerinnen und Neinsager,

 

Protest zeigt Wirkung: Es wird kein neues Kohlekraftwerk in Berlin gebaut. Letzte Woche hat Vattenfall dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, die Entscheidung, ob er sich für oder gegen ein Kohlekraftwerk positionieren soll, abgenommen.


Diese Planänderung wurde durch den massiven Widerstand der Berliner Bevölkerung und der Teilen der Opposition erzwungen gegen die ein neues Kohlekraftwerk nicht durchsetzbar erschien.
Wir, als beteiligte Verbände, Organisationen und Initiativen von www.berlin-sagt.nein.de, möchten allen danken, die an der Online-Unterschriftenaktion teilgenommen haben.


Diesen großartigen Erfolg haben wir am 11.03.09 mit Tofuwürstchen und Sekt vor dem Roten Rathaus gefeiert. Unter http://www.megaupload.com/?d=6129FOJ2 kann man Bilder von der Aktion unter dem Motto „Berlin – Vattenfall 1 : 0“ herunterladen.


Vattenfall setzt nun beim Neubau auf Gas und Biomasse. Am Standort Klingenberg sollen zwei Biomassekraftwerke entstehen (150 MW thermische Leistung) und zusätzlich ein oder zwei Gaskraftwerke mit insgesamt 450 MW thermischer Leistung. Zusammen sollen so die bisherigen 600 MW, die das alte Heizkraftwerk Klingenberg liefert, ersetzt werden. Wann Klingenberg endgültig vom Netz geht, steht allerdings nicht in dem Energiekonzept, das von Vattenfall am 12.03.09 vorgestellt wurde.


Bestandteil einer konsequenten Energiewende hin zu Klimagerechtigkeit ist außerdem eine kontinuierliche Senkung unseres Energieverbrauchs durch Energieeffizienzmaßnahmen und Einsparungen, so dass sich auch die aktuellen Planungen Vattenfalls als überdimensioniert erweisen werden. Klimaschutz- und Energiepolitik in Berlin sollten nicht nur zwischen dem Berliner Senat und dem Energiemonopolisten ausgehandelt werden, wie es Vattenfall mit seiner ebenfalls vergangene Woche vorgestellten, bilateralen Klimaschutzvereinbarung vorschlägt, sondern die Berlinerinnen und Berliner miteinbeziehen.


In diesem Sinne war es wohl zunächst ein starker Auftaktsieg auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und gerechten Energieversorgung Berlins.


Am 30.03.09 sagen wir im Übrigen JA und erläutern, was in Berlin möglich ist. Im Berliner Abgeordnetenhaus (Raum 311) wird eine Alternativstudie zur Wärmeversorgung der Berliner Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf und Kreuzberg-Friedrichshain öffentlich vorgestellt und diskutiert (siehe Anhang). Hierzu möchten wie Sie herzlich einladen und sagen noch einmal: Danke Berlin!


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